10 Minuten Aufmerksamkeit für die Flüchtlinge in Sendenhorst ... oder mehr?

Liebe Bürger und Bürgerinnen in Sendenhorster und Albersloh!


Lange haben wir vom Deutsch-Ausländischen Freundeskreis Sendenhorst e.V. nichts mehr von uns hören lassen. Die Situation war so, dass die betreuten Familien „erwachsen“ wurden. Die Kinder verließen die Schule, konnten Deutsch und waren in der Lage, sich und ihren Familien immer öfter selbst zu helfen.

Inzwischen wächst eine neue Generation heran, die Sprachprobleme sind nicht mehr so gravierend, aber dennoch weiterhin vorhanden, vor allem im schulischen Vokabular. Die Schularbeitenbetreuung, die wir seit 1995 organisiert hatten, hat –nachdem wir sie aus organisatorischen Gründen abgegeben hatten- in der OGS nur 3 Jahre überlebt. Das ist sehr hinderlich für die sprachliche Teilhabe der Kinder und eine Verschwendung von Ressourcen für die gesellschaftliche Entwicklung.
2003 bis 2008 gab es eine Pause in der Zuweisung von Flüchtlingen nach Sendenhorst und Albersloh. Wir boten soziale Arbeit zur Integration an, wie Gymnastik für Frauen (in Zusammenarbeit mit dem Sportverein), Kleinkinderkurse (in Zusammenarbeit mit der VHS) oder Sprachkurse für Analphabeten. Wir merkten, dass vieles an den Bedürfnissen der Menschen vorbeiging. Aber einige Frauen interessierten sich dauerhaft.

 

Und dann, ab 2008, änderte sich schlagartig die Struktur der Flüchtlinge. Kamen früher überwiegend meist Familien aus dem Kosovo oder der Türkei, so waren es jetzt einzelne, junge Männer aus aller Herren Länder. Mit den ersten konnten wir uns noch intensiver beschäftigen, aber nun sind wir mit an die 40 Männern hoffnungslos überfordert. Im April ist auch wieder eine Familie mit 4 Kindern aus dem Kosovo dazugekommen.

 

Inzwischen hat die Stadt für wöchentlich 10 Stunden einen berufl ichen Flüchtlingshelfer eingestellt, was
uns zwar sehr entlastet, aber bei weitem nicht arbeitslos macht.

 

Und so wenden wir uns jetzt an Sie. Zunächst sei gesagt: „Wir“, das sind Theodor Lohölter als 1. Vorsitzender und Werner Paschke als 2. Vorsitzender, Veronika Lettmann als Schatzmeisterin, Dorothea Hegger-Lohölter als Schriftführerin und Ingrid Demming als Mitarbeiterin. Frau Hegger-Lohölter und Frau Lettmann sind voll berufstätig und wir anderen haben das Rentenalter bald oder schon lange erreicht. Aber als Ehrenamtliche(r) geht man ja nicht in Rente.

 

Die Mitgliederzahl des Vereins ging im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen zurück.

 

Und so hoffen wir nunmehr auf Ihre Hilfe!

 

Was Sie tun können:


• Sie können Mitglied werden. (Den Mitgliedsbeitrag bestimmen Sie selbst.) Der Vorteil für uns ist, dass wir mit dem Beitrag rechnen können, und die Finanzen auf solideren Füßen stehen.


• Sie können eine Spende leisten.
Unsere Kontonummern lauten:

-bei der Sparkasse Münsterland Ost

IBAN: DE37 4005 0150 0034 4097 55

BIC:   WELADED1MST


- bei der Volksbank Münster:

IBAN: DE91 4016 0050 8602 3552 00

BIC:   GENODEM1MSC


Sie können uns die Spende allgemein zur Verfügung stellen oder zweckgebunden spenden.

Geld brauchen wir hauptsächlich für:
• Übersetzungskosten von Dokumenten aus den Herkunftsländern,
die für die Asylverfahren wichtig sind,
• Fahrkosten zu Behörden u.ä.
• Sprachkurse und Material dazu
• unvorhersehbare Ausgaben
Zweckgebundene Spenden können sein:
• Busfahrkarten zu Fachärzten
• Busfahrkarten nach Münster, um Landsleute zu treffen u. a.
• Gesundheitliche Leistungen wie Brillen, besondere Medikamente, u. a.
• Winterschuhe
• Sportschuhe und –kleidung (v.a. Fußball)
• Spezielle Lektüre zum Deutschlernen (Easy Reader)
• Hefte für den Theorieunterricht in der Fahrschule
• Material für Fahrradreparaturen
• Und was Ihnen noch so einfällt


Praktische Hilfe:

Sie engagieren sich bei uns durch z.B.:
• Private Schularbeitenhilfe
• Lese- und Sprachhilfe zum Deutschlernen
• Betreuung einer Familie als „Pate“
• Begleitung zu Fachärzten
• Hilfe bei Fahrradreparaturen
• Gemeinsame Freizeitgestaltung


Nun lassen wir Sie mit Ihren Gedanken allein.


Die Sendenhorster Flüchtlinge sind im Stadtbild gut zu erkennen und warten auf Ihre Zuwendung.